VDMA macht Druck bei der steuerlichen Forschungsförderung

Wittenstein

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann hat die Große Koalition ermahnt, endlich, wie im Koalitionsvertrag festgelegt, die steuerliche Forschungsförderung in Angriff zu nehmen.

Bei der Rente und Arbeitsmarktregulierungen lege die große Koalition echten Arbeitseifer an den Tag, zitiert das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) den VDMA-Hauptgeschäftsführer. „Bei der versprochenen steuerlichen Forschungsförderung nimmt man sich dagegen alle Zeit der Welt.“ Dabei sei gerade wegen der mit der Digitalisierung verbundenen Umbrüche in der Industrie zügiges Handeln notwendig.

Laut „Handelsblatt“ ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) offensichtlich geneigt, sich dem wachsenden Druck aus der Wirtschaft zu beugen und im Herbst einen Gesetzentwurf vorzulegen. Der Minister plane sogar, den Kreis der Empfänger auf größere Unternehmen zu erweitern.

Der VDMA hat immer wieder darauf hingewiesen, dass auch große Unternehmen von der steuerlichen Forschungsförderung profitieren sollten, weil sie den Großteil von Forschung und Entwicklung leisten und oft eine systemführende Rolle in Unternehmensnetzwerken bilden. Eine steuerliche Forschungsförderung sollte also KMU, Midrange Companies und großen Unternehmen offenstehen und unabhängig von Forschungsgegenstand und Rechtsform sein.