Maschinenbau erhöht das Exporttempo

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Ausfuhren wachsen in den ersten vier Monaten 2018 um 4,4 Prozent - Importe legen um 1,5 Prozent zu - USA und China weiter im Aufwind, Großbritannien- und Türkeigeschäft rückläufig

Die Ausfuhren der deutschen Maschinenbauer bleiben auf Wachstumskurs - trotz der vermehrt aufziehenden dunklen Konjunkturwolken am Horizont. Das zeigt sich in der guten Exportbilanz des laufenden Jahres: In den ersten vier Monaten konnten die Maschinenbauer ihre Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um nominal 4,4 Prozent auf 56,1 Milliarden Euro steigern.

Im ersten Quartal hatte das Wachstum nur 3,0 Prozent erreicht. Das lag allein an einem mageren Ergebnis im März (minus 2,7 Prozent). Denn der März hatte zwei Arbeitstage weniger als der Vorjahresmonat. „Im April kam der erwartete Ausgleich, denn dieser Monat hatte zwei Arbeitstage mehr als im Vorjahr. Das führte zu einem starken Plus im April von 8,6 Prozent“, erläutert VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Die Einfuhr von Maschinen und Anlagen nach Deutschland wuchs im Zeitraum Januar bis April – vor allem wechselkursbedingt - lediglich um 1,5 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro.

„Im April kam der erwartete Ausgleich, denn dieser Monat hatte zwei Arbeitstage mehr als im Vorjahr. Das führte zu einem starken Plus im April von 8,6 Prozent“

Die stärksten Wachstumsschübe bei den Exporten kamen wieder aus den USA und aus China. Die Lieferungen in die USA profitieren von der guten Investitionsgüterkonjunktur und legten somit um 7,5 Prozent zu. Positive Effekte, die auf die Möglichkeit der Sofortabschreibung zurückgehen, sind in diesen Zahlen noch nicht enthalten, da die Steuerreform erst im Dezember vergangenen Jahres verabschiedet wurde. Im China-Geschäft wurde ein Plus von 16,4 Prozent erzielt. Hier wird der Zuwachs im Vergleich zu den Wachstumsraten im vergangenen Jahr (22,6 Prozent) allmählich kleiner. Dies war erwartet, da die chinesische Regierung sich wieder verstärkt den Restrukturierungsmaßnahmen widmen muss. Das schwächt die Nachfrage und kostet Wachstum. „Dennoch können die Exporte nach China weiter steigen, da die Volksrepublik mit ihrer Initiative „Made in China 2025“ einen wachsenden Bedarf an qualitativ hochwertigen Maschinen aus Deutschland hat“, erläutert Wortmann.
 
Die Lieferungen in die Partnerländer der Europäischen Union übertrafen ihr Vorjahresniveau zwar nur um 1,7 Prozent. Diese Zahlen haben allerdings vorläufigen Charakter. Sie werden in den nächsten Monaten noch stark nach oben revidiert. Nach einer solchen Korrektur wird sich das Wachstum hier ebenfalls deutlich stärker zeigen.  Die Exporte ins Vereinigte Königreich (minus 2,2 Prozent) und in die Türkei (minus 3,5 Prozent) waren erwartungsgemäß rückläufig.