VDMA: Ökodesign hat Zukunft

shutterstock_668593321

Seit über zehn Jahren sorgt die Ökodesign-Richtlinie in Europa für einheitliche Umweltstandards bei Produkten. Die Europaabgeordneten einigten sich jetzt darauf an diesem Instrument festzuhalten.

Seit über zehn Jahren sorgt die Ökodesign-Richtlinie in Europa für einheitliche Umweltstandards bei Produkten. Die Europaabgeordneten einigten sich jetzt darauf an diesem Instrument festzuhalten. „Die Ökodesign-Richtlinie schafft einen Binnenmarkt für umweltgerechte Produkte und ist damit eine zentrale Säule der EU-Umweltpolitik“ sagte Naemi Denz, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung, „Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass die beschlossenen Regeln auch durchgesetzt werden“, sagte sie weiter. Umweltanforderungen werden bislang unzureichend von staatlichen Behörden überprüft. Schätzungen zufolge sind 10 - 25 % der geregelten Produkte nicht konform – ein enormer Wettbewerbsnachteil für alle übrigen Marktteilnehmer.

Die Entschließung des Europaparlaments spricht sich für die Nutzung von Ökodesign auch für die Ressourceneffizienz aus. „Für den Maschinenbau ist es in der Anwendung einfacher, wenn gesetzliche Vorschriften aus einem Guss sind“, sagt Naemi Denz, „Voraussetzung für eine Regelung ist der ökologische und ökonomische Nutzen, sowie messbare, überprüfbare und technologieneutrale Anforderungen“. Auch die Europaabgeordneten fordern eine Umsetzung mit Augenmaß: insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen sollen erreichbare Ziele gesetzt werden.

Voraussetzung für eine Regelung ist der ökologische und ökonomische Nutzen

Infolge der Ökodesign-Richtlinie wurden bis dato 32 produktspezifische Maßnahmen erlassen. Bis 2020 sollen dadurch – gemeinsam mit den Vorschriften zur Energiekennzeichnung – 175 Millionen Tonnen Öläquivalente Primärenergie jährlich eingespart und Treibhausgasemissionen um 320 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente jährlich verringert werden. Das entspricht gut der Hälfte des EU-Energieeinsparziels und einem Viertel des Klimaziels bis 2020. Für die Wirtschaft werden jährliche Zusatzeinnahmen von 55 Milliarden Euro erwartet.