Südkoreanische Sicherheitszertifizierung bereitet weiter Bauchschmerzen

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Das KCs-Zeichen wurde bereits im Jahre 2013 von der KOSHA eingeführt - konkrete Anforderungen an betroffene Maschinen und Ausrüstungen sind weiterhin Mangelware.

Die Behörde für Arbeitssicherheit (KOSHA) etablierte diese Sicherheitszertifizierung in Süd-Korea trotz des bestehenden Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union. Die damit einhergehende Produktkennzeichnung mit dem KCs-Zeichen soll die Herstellung sicherer Maschinen und Ausrüstungen fördern und unterstützen.

Dreh- und Angelpunkt der Bewertung ist das Sicherheitszertifikat der KOSHA. Abhängig von der Art des betroffenen Produkts, gibt es zwei Wege zur Erlangung dieses Nachweises:

1.    Die Zertifizierung durch eine von der KOSHA zugelassene Prüforganisation (Safety Certification) oder

2.    Die eigenverantwortliche Selbsterklärung des Herstellers oder Importeurs (Report of Declaration of Conformity - DoC).


Beide Varianten bedingen unterschiedliche Ansätze und Vorgehensweisen im Ablauf der Sicherheitsbewertung. Auf ihrer Internetseite hat die KOSHA Produktlisten veröffentlicht, die allerdings nur als ein erster Anhaltspunkt zu betrachten sind. Welches Verfahren auf welches Produkt angewendet werden kann, muss individuell in Zusammenarbeit mit der Behörde geprüft werden.

Gesetzliche Grundlage der Sicherheitszertifizierung ist der überarbeitete und im März 2013 in Kraft getretene "Occupational Safety and Health Act" der KOSHA. Für bestimmte Maschinen, Schutzeinrichtungen und persönliche Schutzausrüstung wird die Einhaltung der einschlägigen Sicherheitsstandards gefordert und überprüft und die gleichbleibende Qualität des Fertigungsprozesses überwacht.

Betroffene VDMA-Mitgliedsunternehmen können unter der genannten E-Mail-Adressen das Infopaket zum südkoreanischen Zertifizierungssystem kostenfrei anfordern. Zudem bieten wir in unserer neugestalteten Datenbank für technische Regularien (DaTeR) umfangreiches Informationsmaterial zu Südkorea an. Dort finden Sie nach Anmeldung im geschützten Mitgliederbereich (my.VDMA) hilfreiche Informationen, Dokumente und Links – auch zu weiteren Nicht-EU Staaten.