Hessischer Maschinenbau: Umsätze stagnieren, aber Aufträge legen im Gesamtjahr 2017 zu

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Die hessischen Maschinenbaubetriebe konnten ihre Umsätze 2017 nicht steigern, sondern lediglich eine Umsatzstagnation erreichen (–0,4 Prozent). Grund dafür waren vor allem die um 7 Prozent gesunkenen Inlandsumsätze, die lediglich im Mai und November zulegen konnten.

Sowohl die Umsätze mit der Eurozone, als auch die Umsätze mit dem sonstigen Ausland stiegen dagegen um 4,5 bzw. 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings konnten die Auslandsumsätze, die knapp zwei Drittel Anteil am Gesamtumsatz haben, das Negativergebnis bei den Inlandsumsätzen nicht überkompensieren, so dass es zur Stagnation kam.

Für 2018 ist allerdings Besserung in Sicht, da die Auftragseingänge 2017 um insgesamt 4,8 Prozent gestiegen sind. Zu diesen deutlichen Zuwächsen haben vor allem die Inlandsaufträge (plus 9,9 Prozent) beigetragen, während die Auslandsaufträge nur um 1,5 Prozent gestiegen sind. Die Inlandsaufträge sind erstmals seit vier Jahren so deutlich gestiegen. Da der Auftragsbestand im deutschen Maschinenbau insgesamt knapp 6 Monate beträgt, kann der Auftragseingangsindex als Vorlaufindikator angesehen werden.

Die in Hessen statistisch erfassten 227 Maschinenbaubetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten erzielten 2017 mit insgesamt etwas mehr als 40.000 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 10 Milliarden Euro, davon 6,6, Milliarden Euro Auslandsumsatz. Sie haben damit sowohl bei den Umsätzen als auch bei der Beschäftigtenzahl einen Anteil von 4,2 Prozent am gesamten deutschen Maschinenbau.

Haben Sie noch Fragen? Dr. Nora Lauterbach, VDMA, Landesverband Mitte,
Telefon +49 69 6603-1267, nora.lauterbach@vdma.org beantwortet sie gern.

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