VDMA: Sachgrundlose Befristung nicht der GroKo opfern

GEA

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann hat Union und SPD aufgefordert, die sachgrundlose Befristung in den Koaltionsverhandlungen nicht anzutasten. "Die Flexibilität, die die Politik den Arbeitnehmern zubilligt, müssen die Unternehmen durch entsprechende Instrumente ausgleichen können", sagt Brodtmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) zur Begründung.

Der Maschinenbau nutzt die sachgrundlose Befristung, um ähnlich wie bei der Zeitarbeit seinen Personalbestand zyklischen Konjunkturschwankungen schnell und flexibel anzupassen. Sie ist ebenfalls ein Instrument, mit dem die Unternehmen die Flexibilität ausgleichen kann, welche die Politik einseitig den Arbeitnehmern zubilligt. Aktuelles Beispiel: Union und SPD haben den Arbeitnehmern ein Rückkehrrecht von Teilzeit in die Vollzeit versprochen. "Um den zusätzlichen Bedarf an Arbeitskräften, der daraus entsteht, auszugleichen, müssen die Arbeitgeber flexibel agieren können“, erläutert Brodtmann.

Zudem wird die sachgrundlose Befristung häufig als verlängerte Probezeit genutzt. Und das mit Erfolg: 40 Prozent der befristet Beschäftigten werden unmittelbar in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Befristungen mit Sachgrund sind dagegen häufig nicht rechtssicher und viel zu kompliziert, da verschiedene Gerichtsurteile sie durch überzogene Anforderungen für die betriebliche Praxis weitgehend untauglich gemacht haben.