Malaysia: Neureglung der Quellensteuer

Tim Reckmann pixelio

Mit Wirkung vom 17. Januar 2017 ist auch auf technische Dienstleistungen , die gänzlich außerhalb von Malaysia erbracht werden, eine Quellensteuer von 10% zu entrichten.

Bisher wurde nur auf Zahlungen für technische Dienstleistungen, die in Malaysia erbracht wurden, eine Quellensteuer erhoben. Nun unterliegen auch Leistungen, die nicht in Malaysia ausgeführt wurden, der Quellensteuerpflicht.

Vor dieser Neuregelung bewahrt das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und Malaysia in Deutschland ansässige Leistungserbringer von technischen Dienstleistungen nicht. Wie in Art. 12 Abs. 6 dieses DBA festgehalten, gelten Vergütungen für technische Dienstleistungen als aus Malaysia kommend, wenn der Schuldner als Person in Malaysia ansässig ist. Jedoch ist im DBA ein reduzierter Quellensteuersatz von 7% vereinbart.

In bestimmten Fällen ist zu prüfen, ob eine Anrechnung der in Malaysia gezahlten Steuer vollumfänglich auf die deutsche Einkommens- oder Körperschaftsteuer möglich ist. Nach § 34 Abs. 6 EstG oder § 26 KStG ist eine 100-prozentige Anrechnung in der Praxis aufgrund der mit der Leistungserbringung im wirtschaftlichen Kontext stehenden Betriebsausgaben nicht umsetzbar.

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