Innovationsbranche Maschinenbau

ABB

Der deutsche Maschinenbau ist eine hochinnovative Branche. Das überdurchschnittliche Engagement der Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs schlägt sich in der Forschungs- und Innovationsstatistik nieder.

Forschung und Entwicklung
Mit einem Anteil von neun Prozent der internen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gesamtwirtschaft zählt der Maschinenbau neben dem Fahrzeugbau, der Elektrotechnik und der pharmazeutischen/chemischen Industrie zu den forschungsstärksten Industriebranchen. Rund 44.500 und damit fast elf Prozent aller mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben beschäftigten Arbeitnehmer in der Wirtschaft waren 2016 im Maschinenbau tätig. Die Zahl der FuE-Mitarbeiter in Maschinenbau-Unternehmen wurde im vergangenen Jahrzehnt kräftig aufgestockt. Allerdings blieb der massive Produktionseinbruch im Jahr 2009 nicht ohne Auswirkungen auf die Kapazitäten der Forschungsabteilungen.

Bei den Aufwendungen für interne Forschung und Entwicklung gab es 2016 einen leichten Zuwachs um 3,5 Prozent. Sie stiegen damit auf rund 5,7 Milliarden Euro. Die externen FuE-Aufwendungen wuchsen um 19 Prozent auf 655 Millionen Euro.

Innovation
Kennzahlen zu Forschung und Entwicklung allein würden nur ein unzureichendes Bild der Innovationskraft des Maschinenbaus zeichnen. In kaum einem anderen Wirtschaftszweig kommt den Konstruktionsleistungen so große Bedeutung zu – die jedoch bei den FuE-Kennzahlen nur zum Teil erfasst werden. Alternativ lässt sich die Innovationskraft einer Branche über ihren Innovationsbeitrag messen. Mit Hilfe des Innovationsbegriffs werden zusätzlich jene Aktivitäten eines Unternehmens erfasst, welche notwendig sind, um eine Erfindung zur Marktreife zu bringen. Auch bei den Innovationen steht der Maschinenbau zusammen mit den oben genannten Branchen an der Spitze des Rankings innerhalb des Produzierenden Gewerbes. Im Jahr 2015 erzielten die Maschinenbauer ein gutes Fünftel ihres Umsatzes mit Innovationen. Mehr als die Hälfte der Firmen konnte in den Jahren 2013 bis 2015 mindestens eine Innovation erfolgreich abschließen. Die Innovationsaufwendungen betrugen 2015 14,6 Milliarden Euro und lagen um mehr als 7 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in Prozent des Branchenumsatzes) stiegen auf 5,9 Prozent (2014: 5,7 %).

Patentaktivitäten
Ein weiterer Indikator für den Innovationserfolg sind Patente. Bei der Anzahl der Maschinenbau-Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt führen die deutschen Erfinder die Rangliste an. In einigen Technologiefeldern sind sie sogar Patentweltmeister. Eine zunehmend wichtige Rolle für die Innovationsaktivitäten des Maschinenbaus spielen Umweltaspekte. Sie sind nicht nur Treiber vieler Innovationsvorhaben. Der Erfolg dieser Projekte schlägt sich unter anderem in entsprechenden Anmeldungen internationaler Patente nieder.
 
Die Daten zu Forschung und Entwicklung in der deutschen Wirtschaft werden regelmäßig durch die SV Wissenschaftsstatistik GmbH, eine Tochter des Stifterverbandes, erhoben. Die Daten zur Innovation entstammen der deutschen Innovationserhebung, welche das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) seit 1993 in Zusammenarbeit mit infas (Institut für angewandte Sozialwissenschaft) und dem Fraunhofer-Institut ISI im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchführt. Der VDMA unterstützt diese beiden Umfragen ausdrücklich und bittet um Beantwortung der zugesandten Fragebögen.

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