MERS-Corona-Virus in den Golf-Staaten

kasto - fotolia

Seit 2012 hat der MERS-Grippe-Virus hat bereits über 800 Todesopfer gefordert. Infektionen sind vor allem auf die Golf-Region zurückzuführen.

Im Moment macht der auch China kommende Corona-Grippe-Virus Schlagzeilen. Darüber sollte aber nicht in Vergessenheit geraten, dass bereits seit 2012 das MERS-Virus in der Golf-Region immer wieder zu Todesfällen führt. Der MERS-Virus ist eng mit dem chinesischen Coronavirus und dem SARS-Virus verwandt. Er hat seit 2012 ca. 2400 Infektionen verursacht, die alle auf die Golf-Region und insbesondere Saudi-Arabien zurückgeführt wurden. Bei den registrierten Erkrankungen liegt die Sterblichkeitsrate bei über 30 %, allerdings wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Die Infektionszahlen schwanken stark, bleiben aber immer unter epidemischen Niveau. Mensch-zu-Mensch-Infektionen sind vor allem in Krankenhäusern aufgetreten. Die meisten Infektionen werden auf den direkten Kontakte mit Kamelen oder Kamelprodukten (rohes Fleisch und Milch) zurückgeführt. Erst im Mai 2015 wurde erstmals von einer Infektion eines Reisenden berichtet, der erst in seiner Heimat positiv auf MERS getestet wurde. Reisende sollten allerdings die üblichen Grippe-Präventionsmaßnahmen beachten (Händewaschen, Kontakt mit Infizierten vermeiden, Mund und Nase nicht berühren ...). Außerdem sollten die Reisehinweise vor Reisen in die Region beachtet werden.

Weitere Informationen:

Robert Koch Institut

WHO

Centre of Disease Control