VDMA-Leitfaden "Geldwäsche-Compliance im Maschinen- und Anlagenbau" erschienen

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Der VDMA-Arbeitskreis Compliance Management hat einen neuen Leitfaden erstellt. Dieser ist in der Reihe "focus Recht" erschienen und hat die "Geldwäsche-Compliance im Maschinen- und Anlagenbau" zum Gegenstand.

Ziel des Leitfadens ist es, einen Überblick über die Vorgaben des aktuellen Geldwäschegesetzes, dessen Änderungen am 26.06.2017 in Kraft getreten sind, zu geben. Der Leitfaden erläutert die Änderungen anhand von Fragen und Antworten aus der Praxis.

Der Hintergrund der Überarbeitung des deutschen Geldwäschegesetzes sind die Vorgaben der 4. EU-Richtlinie vom April 2015 zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Das Gesetz bezieht alle „Güterhändler“ in den Anwendungsbereich des Gesetzes ein. „Güterhändler“ ist jede Person, die gewerblich Güter veräußert. Ohne Begrenzung auf Bargeldgeschäfte oder einen bestimmten Schwellenwert sind alle „Güterhändler“ verpflichtet, bei Verdacht der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung den Vertragspartner einer geldwäschespezifischen Prüfung nach den Vorgaben des GWG zu unterziehen (Know Your Customer/KYC) und gegebenenfalls unverzüglich Verdachtsmeldung zu erstatten. Meldungen müssen in Zukunft an die neu organisierte Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) bei der Generalzolldirektion gerichtet werden.

Gerade im Hinblick auf die Pflicht zur geldwäschespezifischen Vertragspartnerprüfung und die Verdachtsmeldepflicht wird das neue GWG voraussichtlich erhebliche Rechtsunsicherheiten mit sich bringen. Der neue Leitfaden möchte die Mitgliedsunternehmen des VDMA darin unterstützen, ihre Pflichten aus dem GWG klarer abschätzen zu können. Geplant ist außerdem, Praxis-Workshops zum GWG durchzuführen.

Mitglieder (Sie müssen eingeloggt sein) können sich den Leitfaden hier herunterladen.