Ingenieurnachwuchs: Der Zenit ist überschritten

TU Berlin

Seit 2013 ist die Zahl der Zahl der Studienanfänger in den ingenieurwissenschaftlichen Kernfächern rückläufig. Im Prüfungsjahr 2016 gab es nun erstmals auch weniger Absolventen in diesen Studienbereichen.

Maschinenbau/Verfahrenstechnik (inklusive des seit 2016 eigenständigen Studienbereichs Materialwissenschaft und Werkstofftechnik) und Elektrotechnik: Fast drei Viertel aller Ingenieure, die im Maschinen- und Anlagenbau tätig sind, haben einen dieser Studiengänge durchlaufen. Dementsprechend hoch ist der jährliche Ersatz- und Zusatzbedarf der Branche an Ingenieuren dieser Fachrichtungen. Und auch in vielen anderen Branchen, nicht nur im Verarbeitenden Gewerbe, werden sie gesucht.
Den relativ starken Geburtsjahrgängen der 90er Jahre, einer seit Anfang des Jahrtausends stark gestiegenen Studierneigung und einem Imagezuwachs der Ingenieurwissenschaften, nicht zuletzt auch durch Kampagnen des VDMA und seiner Mitglieder, ist es zu verdanken, dass die ingenieurwissenschaftlichen Fachbereiche der Hochschulen zuletzt starken Zulauf hatten und die Zahl der Absolventen jährlich stieg. Allerdings ist das Ende der Fahnenstange nun erreicht, in erster Linie aus demografischen Gründen. Sowohl bei den Erstsemestern als auch bei den Erstabsolventen muss für die kommenden Jahre von sinkenden Zahlen ausgegangen werden.
Detaillierte Informationen zu den Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge an deutschen Hochschulen im Jahr 2016 finden Sie zum Download auf dieser Seite.

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