BDI: Das globale Wachstum treibt die europäische Wirtschaft an

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Der BDI erwartet für das Wirtschaftswachstum der EU und der Eurozone in diesem Jahr mehr als zwei Prozent. Das globale Wachstum von gut 3,6 Prozent treibe die europäische Wirtschaft an. Die Exporte steigen trotz einer leichten Aufwertung des Euro.

In ihrem „Wachstumsausblick Europa“ schreiben die Wirtschaftsforscher des BDI:
„Wir erwarten für das Wirtschaftswachstum der EU und der Eurozone in diesem Jahr mehr als zwei Prozent. Der Euroraum wächst kräftig, und viele Länder haben die besten Werte seit langem aufzuweisen. Zahlreiche Stimmungsindikatoren liegen auf einem Höchststand.
Das globale Wachstum von gut 3,6 Prozent treibt die europäische Wirtschaft an. Die Exporte steigen trotz einer leichten Aufwertung des Euro. Der Konsum bleibt dank verbesserter Lage am Arbeitsmarkt und steigender Reallöhne die maßgebende Wachstumskraft.
Die Geldpolitik wird weiterhin expansiv bleiben und die Fiskalpolitik verhält sich neutral. Die Inflation steigt etwas langsamer als erwartet, vor allem auf Grund niedriger Importpreise. Die Zinsen werden bis 2019 niedrig bleiben.
Die Industrieproduktion steigt kräftig an und dürfte über drei Prozent wachsen. Die Kreditvergabe an Unternehmen entwickelt sich noch schwach, und die Investitionen zogen erst jüngst etwas schwungvoller an. Die Produktivitätsentwicklung kommt bislang noch nicht vom Fleck.
Der Aufschwung muss dringend für notwendige Reformen genutzt werden. Die Mitgliedstaaten benötigen ambitionierte Reformen der Arbeits-, Produkt- und Dienstleistungsmärkte, um für schlechtere Zeiten gewappnet zu sein.
Die Vertiefung der Eurozone muss bis zu den Wahlen des Europäischen Parlaments in 2019 auf Schiene sein. Bessere Koordination der wirtschaftspolitischen Steuerung durch einen EU-Finanzminister, ein Stabilisierungsinstrument und ein schlagfertiger Europäischer Wirtschaftsfonds zur Krisenprävention sind angezeigt.“

 

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