VDMA: Schulz Forderungen wären Ballast für die Wirtschaft

York - Fotolia

Die Bedingungen, die SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz an eine Regierungsbeteiligung seiner Partei knüpft, liefen nach Ansicht von VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann auf ein „plumpes Weiter so“ der Politik der Großen Koalition hinaus.

Vor allem die arbeitsmarktpolitischen Forderungen, die Schulz als nicht verhandelbar bezeichnet, würden nach Auffassung des VDMA „nur eine Politik übereifriger Regulierung fortsetzen, wie wir sie aus den letzten vier Jahren kennen“, sagt Brodtmann. „Wir erwarten aber von der nächsten Regierung, dass sie ein Jahrzehnt der Innovationen einläutet. Dazu brauchen wir eine Arbeitswelt, die auf Flexibilität und nicht auf Gängelei setzt.“ Ein generelles Verbot der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen und ein generelles Rückkehrrecht von Teilzeit-Beschäftigten in Vollzeit, wie Schulz fordert, legten dagegen den Unternehmen zusätzliche Fesseln an.

Ähnliches gelte auch für das von Schulz favorisierte Entgeltgleichheitsgesetz. Statt mehr Lohngerechtigkeit für Arbeitnehmer würde es nur mehr Bürokratie für die Unternehmen bringen, lautet hierzu Brodtmanns Kritik.