Offene Märkte für Mittelstand von hoher Bedeutung

VDMA

Dieter Janecek, wirtschaftspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, im Gespräch mit Bertram Kawlath, Geschäftsführer der Schubert & Salzer GmbH.

Offene Märkte und freier Handel ohne Barrieren sind von entscheidender Bedeutung für Unternehmen, das gilt insbesondere auch für global agierende mittelständische Betriebe. Sie sind es, die in ihren Regionen für wichtige Arbeitsplätze sorgen. „Wir haben eine Exportquote von über 58 Prozent. Freihandelsabkommen sind daher ein wichtiges Thema für uns“, sagte Bertram Kawlath, Geschäftsführer der Schubert & Salzer GmbH.

Unterschiedliche Regelwerke behindern den Mittelstand

Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek (Bündnis 90/Die Grünen) erläuterte der mittelständische Unternehmer, der am Stammsitz in Ingolstadt rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, warum die viel zitierten "Hidden Champions" mehr Einsatz der Politik für den Freihandel erwarten.

Die Politik hierzulande muss die Vorteile des freien Handels wie effiziente Arbeitsteilung, höhere Spezialisierung und damit verbunden mehr Produktivität gegen protektionistische Tendenzen wie zum Beispiel Trumps ‚America First‘ bewahren.

Wir exportieren in über 85 Länder. Damit sind vielseitige Anforderungen und komplexe Regelwerke verbunden, die den Export nicht immer einfach machen. Freihandelsabkommen mit Kanada oder dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur sind vor diesem Hintergrund sehr wichtig, denn sie bauen Handelshemmnisse ab und machen uns wettbewerbsfähiger“, sagte Bertram Kawlath, dessen Stell- und Absperrventile in vielen industriellen Bereichen eingesetzt werden.
 
So sieht es auch der Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek: „Die Politik hierzulande muss die Vorteile des freien Handels wie effiziente Arbeitsteilung, höhere Spezialisierung und damit verbunden mehr Produktivität gegen protektionistische Tendenzen wie z. B. Trumps ‚America First‘ bewahren. Für einen zukunftsfähigen Wohlstand müssen die Freihandelsabkommen aber zugleich ökologisch, fairer und gerechter gestaltet werden, damit sie die Ziele des Pariser Klimaabkommens und anderer globaler Sozialstandards befördern und nicht zuwider laufen.“

Maschinenbau ist existenziell abhängig vom Export

Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA Außenwirtschaft, verwies auf den großen Stellenwert von Außenhandel für Maschinenbauer. „Die Exportquote der Maschinenbauer liegt bei über 75 Prozent. Mehr als 600.000 Arbeitsplätze hängen vom Export ab.“ Über 35 Prozent der Exporte ginge in Länder mit hohen Einfuhrhürden. „Die Politik muss sich daher für freien Handel einsetzen, ansonsten verlieren wir Arbeitsplätze in Deutschland.“ Protektionismus und Abschottung seien Irrwege, bekräftigte Ackermann. „Das macht alle Marktteilnehmer zu Verlierern."