Welcker: Wir treiben Standards für Industrie 4.0 voran

Uwe Noelke

VDMA-Präsident Carl Martin Welcker ist im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe) entschieden dem Eindruck entgegengetreten, der deutsche industrielle Mittelstand würde seine Führungsrolle bei Industrie 4.0 an ausländische Wettbewerber verlieren.

"Viele Unternehmen schaffen schon heute die Voraussetzungen, um künftig immer mehr Daten zu teilen", sagte Welcker. Mit anderen Verbänden und Initiativen wie dem IIC trieben deshalb die Maschinenbauer den Einsatz eines offenen Standards voran. Darüber könnten Maschinen digital vernetzt kommunizieren - eine wichtige Voraussetzung für neue Dienstleistungen wie vorausschauende Wartung, Überwachung der Anlagen oder Optimierung der Produktion.

Dieser sogenannte OPC-UA-Standard ermöglicht einen herstellerunabhängigen Austausch von Daten. Denn bislang scheiterte dieser häufig schon in der eigenen Firma an den verschiedenen technischen Schnittstellen. „Sich auf einen einheitlichen internationalen Standard zu einigen, ist ein Meilenstein und vergleichbar mit der Einführung des USB-Sticks, der in jeden Computer passt und dessen Softwareinformationen dort auch verstanden werden“, schreibt das „Handelsblatt“.

"Der Datenaustausch zwischen Unternehmen kann zukünftig schneller, einfacher und sicherer erfolgen", kommentierte Welcker den Fortschritt. "Unternehmen brauchen diese neue Offenheit, damit sie den Wettlauf um die Entwicklung neuer datenbasierter Geschäftsmodelle nicht gegen branchenfremde IT-Unternehmen verlieren."