VDMA stemmt sich gegen 28-Stundenwoche

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Ankündigungen der IG-Metall, in die nächste Tarifrunde mit der Forderung nach einer 28-Stundenwoche zu gehen, sind beim VDMA auf entschiedene Ablehnung gestoßen.

Der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe) sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann: „Eine drastische Verkürzung wäre für viele Betriebe eine Katastrophe. Die Ankündigungen der IG-Metall seien deshalb „hoffentlich nur ein Versuchsballon, der bald platzt“. Die Alterung der Gesellschaft und die Rente mit 63 hätten schon die Nachfrage nach Fachkräften erheblich verschärft.

In der Metall- und Elektroindustrie bahnt sich schon vor Beginn der im Herbst beginnenden Tarifrunde ein heftiger Streit über eine Verkürzung der Arbeitszeit an. Der Präsident von Gesamtmetall, Rainer Dulger, warnte, der Fachkräftemangel würde „in unverantwortlicher Weise verschärft, wenn wir von 35 auf 28 Wochenstunden gingen“. Die IG Metall bestritt dagegen, dass sie eine allgemeine Verkürzung der Wochenarbeitszeit anstrebt. Um mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit zu erreichen, werde auch „über einen tariflichen Anspruch auf verkürzte Vollzeit“ diskutiert, heißt es in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.