VDMA: EU muss Kompetenzen klarer regeln

European Commission

Die Europäische Union muss sich ändern, um bestehen zu können. Daher unterstützt der Maschinenbau die Mitgliedstaaten in ihrem Bestreben nach Reformen.

Die deutschen Maschinenbauer bestärken die europäischen Staaten darin, die EU durch Reformen zukunftsfest zu machen. „Eine Reform bedeutet, die Kompetenzen zwischen der Europäischen Union und Mitgliedstaaten klarer zuzuteilen“, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. „Die ihr zukommenden Aufgaben müsste die EU dann auch alleinverantwortlich wahrnehmen können – selbst dann, wenn keine Einigkeit unter allen Mitgliedsstaaten besteht.“

Aus Sicht des VDMA muss von dem EU-Gipfel am 3. Februar das klare Signal ausgehen, dass die Mitgliedsstaaten die Krise der EU nicht länger ignorieren. Nur eine handlungsfähige EU kann den Wirtschaftsstandort Europa langfristig sichern. „Länder wie die USA, China und Russland vertreten knallhart ihre Interessen in der Welt. Wenn Europa nur noch mit sich selbst beschäftigt ist, gerät der Wirtschaftsstandort ins Hintertreffen. Die Mitgliedsstaaten müssen endlich wieder geschlossen auftreten, statt auf Kosten der Gemeinschaft den eigenen Vorteil zu suchen“, sagte Brodtmann.

"Die Mitgliedsstaaten müssen endlich wieder geschlossen auftreten, statt auf Kosten der Gemeinschaft den eigenen Vorteil zu suchen"

Von Januar bis November 2016 gingen 47 Prozent aller Exporte deutscher Maschinenbauer in das EU-Ausland (66,8 Mrd. Euro). Damit ist die EU der mit Abstand wichtigste Exportmarkt dieser Industrie. Neben dem Binnenmarkt und der Gemeinschaftswährung Euro profitieren deutsche Unternehmen erheblich von den Handelsabkommen, die Europa gemeinschaftlich verhandelt.