Maschinenbau nimmt Herausforderungen selbstbewusst an

Uwe Noelke

Trotz aktueller politischer Unwägbarkeiten wie dem Brexit und der neuen Administration in den USA blickt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker mit einer optimistischen Grundstimmung in die Zukunft.

„Trotz aller Unsicherheiten hoffen wir auf moderates Wachstum“, sagte der VDMA-Präsident in einem Interview der „Südwest Presse“ (Samstagsausgabe), als er auf seine Erwartungen für das Jahr 2017 angesprochen wurde. Zum Ende des letzten Jahres habe der Auftragseingang an Schwung gewonnen. „Wenn dies anhält, könnte es auch eine positive Überraschung geben.“
Auch zur jüngsten Entwicklung in den Vereinigten Staaten unter dem neuen Präsidenten Donald Trump nahm Welcker in dem Zeitungsgespräch eine gelassene Haltung ein. Er rechne jedenfalls nicht damit, dass der deutsche Maschinenbau im Fokus von Trump stehe und kurzfristig mit erheblichen Handelsbarrieren zu rechnen sei. „Dafür spricht schon, dass es bei vielen unserer Produkten kaum amerikanischen Wettbewerb gibt“, erklärte der VDMA-Präsident selbstbewusst. Ähnlich unaufgeregt betrachtete er die Herausforderung, die für die deutschen Maschinenbauer durch den Brexit entstanden ist. Er rechne mit Handelsabreden zwischen Großbritannien und der EU 27 und deshalb nicht mit dramatischen Folgen.

Welcker lobte den industriellen Mittelstand dafür, dass er sich inzwischen auf die mit der Digitalisierung verbundenen Veränderungen eingestellt hat. „Vor 18 oder 12 Monaten gab es noch Probleme bis hin zu mangelndem Bewusstsein, was Digitalisierung bedeutet. Wenn ich heute bei unseren Mitgliedern sehe, was an vielen Stellen passiert, dann ist das hoch dynamisch und zukunftsgerichtet.“ Der Mittelstand sei an vielen Stellen sogar zum Treiber dieser Entwicklung geworden.