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Wirtschaftsverbände arbeiten bei Industrie 4.0 eng zusammen
04.02.2013 |
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Drei führende Industrieverbände wollen das Thema Industrie 4.0 gemeinsam voranbringen. BITKOM, VDMA und ZVEI werden dafür eine gemeinsame Geschäftsstelle gründen. Das haben die Präsidien der Verbände beschlossen. Die „Plattform Industrie 4.0" soll im April ihren operativen Betrieb aufnehmen. Ihr Sitz ist in Frankfurt am Main, ein gemeinsames Informationsportal wird im Internet eingerichtet. Die Initiative soll das „Zukunftsprojekt Industrie 4.0" der Hightech-Strategie der Bundesregierung weiterführen und den Industriestandort Deutschlands stärken. Hauptziel ist die Entwicklung von Technologien, Standards, Geschäfts- und Organisationsmodellen und ihre praktische Umsetzung. Industrie 4.0 hat nach Ansicht der drei Verbände eine herausragende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Der Begriff steht für eine vernetzte, oft mit dem Internet über Unternehmensgrenzen hinweg verbundene industrielle Produktion. „Der industrielle Sektor steht vor einem massiven Umbruch, die nächste industrielle Revolution wird durch Vernetzung und das Internet geprägt sein", sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Wertschöpfungsketten wandeln sich zu Wertschöpfungsnetzen. In der Industrie 4.0 werden ITK-, Automatisierungs- und Produktionstechnologien künftig stärker denn je miteinander verzahnt. Dabei gilt es, den traditionellen Kern der deutschen Industrie mit seiner international herausragenden Position zu verteidigen und auszubauen. „Deutschland hat ideale Voraussetzungen, eine weltweite Führungsrolle bei Industrie 4.0 einzunehmen: Wir sind stark in der Entwicklung und Anwendung von Produktions-, Automatisierungs- und eingebetteter Informationstechnik und verfügen über langjährig eingespielte industrielle Netzwerke", sagt VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner. „Die führende Position der deutschen Industrie auf dem Gebiet der softwareintensiven eingebetteten Systeme gilt es zu nutzen, um den nächsten Schritt zum Internet der Dinge und Dienste im industriellen Umfeld erfolgreich zu gestalten. Gemeinsam werden wir Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter innovativer internetbasierter Produktionstechnologien machen", sagt ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. Die gemeinsame Geschäftsstelle soll die Arbeit des Arbeitskreises „Industrie 4.0" der Forschungsunion fortsetzen. Dort haben im vergangenen Jahren Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft Empfehlungen erarbeitet, wie Deutschland die vierte industrielle Revolution gestalten und als Gewinner aus ihr hervorgehen kann. Auf der Hannover Messe im April werden die finalen Umsetzungsempfehlungen an die Bundeskanzlerin übergeben. Zahlreiche Unternehmen der deutschen Industrie hatten sich für eine Führungsrolle von BITKOM, VDMA und ZVEI ausgesprochen. Die gemeinsame Plattform Industrie 4.0 wird zusätzlich zur verbandsübergreifenden Geschäftsstelle aus einem Lenkungskreis, einem wissenschaftlichen Beirat und mehreren thematischen Arbeitsgruppen bestehen. Im Rahmen der Arbeitsgruppen sind auch weitere Verbände und Organisationen zur Mitarbeit herzlich eingeladen. Dem Lenkungskreis werden Mitgliedsunternehmen der drei Verbände angehören. „Wir wollen die zentrale Anlaufstelle für das Zukunftsthema Industrie 4.0 werden und dafür alle relevanten Akteure aktiv einbinden und koordinieren", sagt Rainer Glatz, VDMA, Leiter der Geschäftsstelle. Zum BITKOM: Pressekontakt: Marc Thylmann, Pressesprecher, +49. 30. 27576-111, m.thylmann@bitkom.org Zum VDMA: Pressekontakt: Jörn Lehmann, +49 69 66 03 14 95, joern.lehmann@vdma.org Zum ZVEI: Pressekontakt: Andreas Abs, +49 30 30 69 60 15, abs@zvei.org Bildquelle: VDMA Lehmann, Jörn Diese Artikel könnten sie ebenfalls interessierenZukunftsprojekt Industrie 4.0 auf dem WegBundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag auf der Hannover Messe den Bericht des Arbeitskreises Industrie 4.0 entgegen genommen. Die von den Verbänden VDMA, ZVEI und Bitkom getragene Plattform koordiniert den Aufbau eines deutschen Leitmarktes und der modernen Produktionstechnologien. 0 Kommentare | Zurück Ähnliche Artikel VDMA: Bei Marktüberwachung das Rad nicht neu erfinden 16.05.2013 VDMA: Bei Marktüberwachung das Rad nicht neu erfinden "Es ist schade, dass die Europäische Kommission bei der geplanten Verordnung zur Marktüberwachung das existierende Gesetzwerk nicht konsequent weiterentwickelt", so Dr. Burkhard Raith, Vorsitzender des Lenkungskreis Technikpolitik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). VDMA: Endlich auf Demografie-Wandel angemessen reagieren 16.05.2013 VDMA: Endlich auf Demografie-Wandel angemessen reagieren Anlässlich des Demografie-Gipfels erklärt VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse: „Auf den dramatischen Wandel der Altersstruktur muss endlich angemessen reagiert werden. Zwar scheint die Bundesregierung das Ausmaß des Problems zu erkennen. 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