Zollerleichterung für IT-Produkte hilft auch dem Maschinenbau

29.07.2015 | id:9125606

Mitte 2016 sollen weltweit Zölle für mehr als 200 IT-Güter fallen – davon profitiert auch der Maschinenbau. Vor wenigen Tagen einigten sich 54 Länder, darunter alle EU-Staaten, die USA und Japan, auf eine Erweiterung des bestehenden ITA (Information Technology Agreement). Neben Smartphones und DVD-Spielern umfasst der Vertrag auch Maschinenbauprodukte wie Ventilatoren, Vakuumpumpen für die Herstellung von Halbleitern oder Werkzeugmaschinen, die mit Lasern Komponenten für EDV-Anlagen herstellern. Durch den Erfolg bei IT-Produkten hofft der VDMA auch auf weitere weltweite Handelserleichterungen im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO.

„Die Erweiterung des ITA wird für zahlreiche Unternehmen des Maschinenbaus den Handel vereinfachen. Der Maschinenbau hofft daher, dass die Beschlüsse möglichst zeitnah umgesetzt werden“, sagt Friedrich Wagner aus der Abteilung Außenwirtschaft des VDMA. „Darüber hinaus zeigt das Abkommen, dass es möglich ist, den Welthandel in einer großen Staatengemeinschaft voranzutreiben. Der VDMA hat immer darauf hingewiesen, dass bilaterale Freihandelsverträge nur die zweitbeste Lösung sind und Handelserleichterungen wenn möglich im Rahmen der WTO erzielt werden sollten.“

Die Erweiterung des 1997 geschlossenen ITA-Vertrags ist das erste weltweite Abkommen über die Beseitigung von Zöllen seit 18 Jahren. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder die Idee für ein vergleichbares Abkommen für die Produkte des Maschinenbaus. Wegen Differenzen unter den WTO-Staaten über grundsätzliche Fragen konnte dieses spezielle Vorhaben bislang nicht vorangetrieben werden. Durch den Erfolg bei IT-Produkten erhofft sich der VDMA daher auch eine neue Dynamik für weitere Verhandlungen im Rahmen der Welthandelsorganisation.

Die Liste der Produkte, die unter die ITA-Erweiterung fallen, kann unter diesem Link abgerufen werden.

Kontakt: eike.radszuhn@vdma.org

Bildquelle : calado | fotolia

Radszuhn, Eike
Radszuhn, Eike