Robotik und Automation auf Rekordniveau

11.06.2015 | id:8453283

Mit einem Zuwachs von 9 Prozent erzielte die Robotik und Automation 2014 ein neues Rekordergebnis von 11,4 Milliarden Euro. Aufgrund der robusten Auftragseingänge bleibt die Branche auch im laufenden Jahr auf Wachstumskurs: Die Umsatzprognose für 2015 lautet plus 5 Prozent. Die Aussichten stehen also gut, dass bis zum Jahresende die Marke von 12 Milliarden Euro Branchenumsatz erreicht wird.


Kein Paradox – Roboter und Jobs

Im weltweiten Vergleich zählt Deutschland zu den starken Roboter-Einsatzländern. Auf 10.000 Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe sind hierzulande nach Berechnungen des Weltroboterverbandes IFR 282 Industrieroboter im Einsatz. Nur Korea (437) und Japan (323) kommen auf eine höhere Roboterdichte. Trotz anderslautender Sensationsmeldungen sind Sorgen vor Robotern, die Menschen die Arbeitsplätze wegnehmen, unbegründet. Das zeigt sich auch in der deutschen Automobilindustrie: Diese mit Abstand größte Kundenbranche weitete ihren Bestand an Industrierobotern in Deutschland von 2010 bis 2014 um 15 Prozent auf 92.000 Einheiten aus. Im selben Zeitraum erhöhte sie die Zahl der Beschäftigten um 10 Prozent auf 775.000.


Roboter-Studie der ING-DiBa ist unbrauchbar

Die Volkswirte der Direktbank ING-DiBa veröffentlichten im April 2015 eine Untersuchung „Die Roboter kommen – Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt“. Ihre Fehleinschätzung: 59 Prozent der untersuchten Arbeitsplätze (insgesamt 18 Millionen Jobs) seien durch Automatisierung in Deutschland bedroht. Die Studie überschätzt das Potenzial von Technologien, wie zum Beispiel Koch-Robotern, humanoiden Hotel-Robotern und Paketauslieferungs-Drohnen. Die Autoren vermischen Digitalisierung, Automatisierung und Robotisierung – allesamt unterschiedliche Konzepte – und prognostizieren beispielsweise, dass 1,9 Millionen von 2,15 Millionen Büro- und Sekretariatskräften robotisiert werden. Auf die Quantifizierung neu entstehender Arbeitsplätze verzichten die Autoren. Auch eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums widerspricht den Aussagen der ING-DiBa: Nach Überprüfung des Automatisierungspotenzials von Tätigkeiten – anstatt von Berufen – weisen nicht mehr als 12 Prozent der Arbeitsplätze ein Profil mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit auf. Das Fazit von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles lautet: „Der digitale Strukturwandel fordert uns neue Antworten ab. Aber er überfordert uns nicht.“ Diese Aussage unterstreichen wir.


Weitere Branchendaten und Argumente zur Auswirkung der Robotik und Automation auf Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum finden Sie in den Downloads rechts (Pressemeldung und Statements).

Videos zur Pressekonferenz:

Hans-Dieter Baumtrog, Vorsitzender des Vorstands VDMA Robotik+Automation

Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer VDMA Robotik+Automation

Bildquelle : AUDI AG

Schwarzkopf, Patrick
Schwarzkopf, Patrick
Datei-Anhänge:
PI_VDMA_R+A_2015-06-11.doc Statement_Baumtrog_PK_VDM... Statement_Schwarzkopf_PK_... Folien_PK_VDMA_R+A_2015.pdf Baumtrog_2012.jpg Schwarzkopf.jpg

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