Wenn Maschinen anfangen zu denken

26.02.2015 | id:7133480

„Integrated Industry“ steht für das Zusammenwachsen der Industrien durch eine Vernetzung im Bereich der Anlagen, des Materials und der Vernetzung im Informationsaustausch. Die Zahl 34 mit 38 Nullen markiert diesen Schritt in die Zukunft der Produktion: 3400 Sextillionen Maschinen können sich mit dem neuen Internetstandard Ipv6 vernetzen. Diese globale Vernetzung ungeahnten Ausmaßes nennt sich „Industrie 4.0“.

Was sich abstrakt anhört, geschieht bereits. Satelliten und Computer ermöglichen Autonavigation mit Fahrtipps und Warnhinweisen oder die sichere Erfassung von Nummernschildern über mehrere Fahrspuren. Tablet-PCs dienen zur Bedienung von Maschinen und Nutzfahrzeugen. Kluge RFIDChips ermöglichen Carsharing und automatische Logistikketten. Würden intelligente RFID-Systeme beispielsweise schon heute weltweit in der Luftfahrtbranche eingesetzt, könnten jährlich etwa 80 Jumbojets voller Transportbelege aus Papier eingespart werden.

Integrated Industry  beschreibt also neben der technischen und elektronischen Vernetzung auch die Herausforderung an alle Teilbereiche der Industrie, unternehmens- und branchenübergreifend zusammenzuarbeiten. Experten gehen davon aus, dass der Grad der Vernetzung der Industrie entscheidender Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb der Unternehmen und der Volkswirtschaften sein wird.

Denn diese neuen Formen der Zusammenarbeit garantieren wirtschaftliches Wachstum durch Produktivitätssteigerungen im zweistelligen Bereich.

Angesichts der neuen technischen Möglichkeiten arbeitet die deutsche Industrie zur Zeit intensiv an gemeinsamen Regeln, Standards und neuen Formen der Zusammenarbeit.

Integrated Industry zeigt auf der Hannover-Messe 2015 vom 13. bis 17. April aktuelle Beispiele der zunehmenden Vernetzung in allen Bereichen der Industrie.

 

Bildquelle : vege - Fotolia

Wagner, Markus
Wagner, Markus
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