EU wirbt mit deutschem Maschinenbau für TTIP

12.02.2015 | id:6963234

Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström wirbt europaweit für das Freihandelsabkommen TTIP – und verweist dabei explizit auf den deutschen Maschinenbau und VDMA-Mitgliedsfirmen. Schon mehrfach hatte die Schwedin öffentlich auf das Potenzial von Freihandel in dieser Industrie hingewiesen. Nun erklärte Malmström in einem Artikel für ihren Webblog die Vorteile regulatorischer Zusammenarbeit am Beispiel des Werkzeugmaschinenherstellers Alfred H. Schütte GmbH, dem Unternehmen von VDMA-Vizepräsident Martin Welcker.

„Abweichende Standards, etwa bei unterschiedlich gefärbten Kabeln oder verschiedenen Steckern und Anschlüssen, bedeuten für die Firma Mehrkosten von 10 bis 15 Prozent, wenn sie für den amerikanischen Markt produziert“, schrieb Malmström. Bereits in ihrer Rede am 30. Januar im Rahmen der Länderminister-Konferenz für das transatlantische Abkommen ging die EU-Kommissarin eigens auf den deutschen Maschinenbau ein – sie sei „beeindruckt“ von dem Aufwand, der durch abweichende Regulierung entstehe.

Der VDMA wertet das hohe Bewusstsein der Kommission für die Belange des Maschinenbaus als Erfolg für die Industrie. Gleichzeitig erwartet der Verband, dass sich die Kommission in den Verhandlungen für die Unternehmen einsetzt und ein Maschinenbaukapitel in TTIP vorantreibt. Mit einer eigenen TTIP-Website hat der VDMA eine öffentliche Plattform geschaffen, auf der Mitgliedsfirmen ihre Vorstellungen vom Freihandel mit den USA äußern können.

Der Blog von EU-Handelskommissarin Malmström ist über diesen Link erreichbar.

Zu der TTIP-Seite des VDMA gelangen Sie über diesen Link.

 

Bildquelle : Europäische Kommission

Radszuhn, Eike
Radszuhn, Eike