Facharbeiterberufe im Maschinenbau

08.07.2014 | id:684281

In den Facharbeiterbriefen und -zeugnissen vieler Maschinenbaubeschäftigter sind Berufsbezeichnungen zu lesen, die man unter den heutigen Ausbildungsberufen vergeblich sucht. Berufe wie Schlosser oder Dreher können zwar nicht mehr erlernt werden. Die Nachfolgeberufe, Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker, zählen jedoch zu den quantitativ bedeutendsten Facharbeiterberufen in dem Industriezweig.

Neben den reformierten Berufsbildern, wozu beispielsweise auch der Industrieelektroniker mit seinen diversen Fachrichtungen zählt, entstanden in den vergangenen Jahren neue Berufe. Das prominenteste Beispiel ist der Mechatroniker, ein Beruf, in dem allein im Bereich der Industrie- und Handelskammer jährlich über 7.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen werden.

Gut 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Maschinen- und Anlagenbau verrichten Tätigkeiten, für die man sich in der Regel im Rahmen einer dualen Ausbildung qualifiziert. In der Mehrzahl handelt es sich dabei um Metall- und Elektroberufe oder andere technische Berufe wie z.B. den des technischen Zeichners. Am häufigsten sind der Industriemechaniker und seine Vorgängerberufe unter den Fachkräften der Branche vertreten. An zweiter Stelle stehen fachlich ausgerichtete Tätigkeiten in der spanenden Metallverarbeitung. Die Beschäftigung von Zerspanungsmechaniker geht allerdings schon seit Jahren sowohl absolut als auch anteilsmäßig zurück. Bei den nicht-technischen Berufen dominiert der Industriekaufmann/-frau. Auf diesen Beruf dürften schätzungsweise sieben Prozent aller Fachkräfte entfallen. Darüber hinaus sind im Maschinen- und Anlagenbau eine Vielzahl weiterer, überwiegend gewerblich-technischer Berufe zu finden. Angesichts der Tatsache, dass der Maschinenbau rund eine Millionen Mitarbeiter zählt, überrascht das jedoch kaum.

Die Übersicht „Beschäftigte in gewerblichen Ausbildungsberufen im Maschinen- und Anlagenbau“, die Sie auf dieser Seite herunterladen können, enthält weitere Daten und Fakten zu den wichtigsten Facharbeiterberufen in der Branche.

Außer dem Maschinen- und Anlagenbau bilden auch der Fahrzeugbau und das übrige verarbeitende Gewerbe viele Industriemechaniker aus. 2013 erhielten rund 13.000 Absolventen den Facharbeiterbrief der IHK. Bei den Zerspanungsmechanikern lag die entsprechende Zahl im vergangenen Jahr bei deutlich unter 5.000 erfolgreichen Prüflingen. Im Bezug auf die Anzahl der jährlich neu Ausgebildeten hat der Mechatroniker den Zerspanungsmechaniker schon seit Jahren überholt. Da es den Beruf jedoch erst seit 1998 gibt, ist die Zahl der Beschäftigten mit dieser Ausbildung noch immer vergleichsweise gering.

Im Nachwuchsportal „Talentmaschine“ des VDMA stellen wir die wichtigsten Ausbildungsberufe für den Maschinenbau vor. Dort können auch konkrete Ausbildungsangebote recherchiert werden. Weiterführende Informationen bieten außerdem das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Bundesagentur für Arbeit.

 

Bildquelle : Thyssen

Krebs, Susanne
Krebs, Susanne
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