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Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau

21.01.2014 | id:648216

Größte Industriebranche
Industrieller Mittelstand
Exportweltmeister
Innovationsbranche
Hochqualifiziertes Personal

Größte Industriebranche
Innerhalb der deutschen Industrie ist der Maschinen- und Anlagenbau nach wie vor die Vorzeigebranche. Im Jahr 2013 arbeiteten rund 986 Tausend Menschen in den über 6000 Maschinenbau-Unternehmen, so viel wie in keinem anderen Industriezweig.
Die häufig in Kleinserie oder als Einzelstück gefertigten Maschinen drücken den Pro-Kopf-Umsatz der Branche auf 209 Tausend Euro.
 

Die größten Industriezweige (2013)

Wirtschaftsgruppe

Unternehmen (2012)

Beschäftigte in Tsd.

Umsatz in Mrd. Euro

Maschinenbau

6.393

986

206

Elektrotechnik

4.452

841

167

Kraftwagen u. -teile

1.008

719

276

Chemische Industrie

1.187

288

111

Industrieller Mittelstand 
Im Maschinenbau dominieren mittelständische Betriebs- und Entscheidungsstrukturen. 87 Prozent der Unternehmen beschäftigen weniger als 250, nur circa zwei Prozent mehr als 1000 Mitarbeiter. Zwei Drittel der Unternehmen haben sogar weniger als 100 Beschäftigte.
Viele der kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ihren Spezialgebieten weltweit führend.

Exportweltmeister
Exportorientierung bestimmt das Geschäft des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Gut drei Viertel der deutschen Maschinenproduktion geht ins Ausland. Der Maschinenhandelsüberschuss (Export minus Import) lag 2013 bei 93 Mrd. EUR.
 

Maschinenausfuhr der wichtigsten Lieferländer (2013)

 

in Mrd. Euro

in Prozent

Deutschland

149,0

16,3

China

107,4

11,7

USA

104,1

11,4

Japan

81,6

8,9

Italien

70,1

7,7

Rep. Korea

32,0

3,5

Ein Welthandelsanteil von 16,3 % macht die Branche zum führenden Anbieter von Maschinen weltweit, vor den USA und China. In 16 von 32 international vergleichbaren Fachzweigen ist der deutsche Maschinen- und Anlagenbau Weltmarktführer.

Innovationsbranche
Der Maschinenbau bringt neueste Technologien zur Anwendung. Durch seine innovativen Produkte und Dienstleistungen sichert er die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Im Jahr 2012 erwirtschaftete die Branche 23 Prozent ihrer Umsätze mit neuen oder deutlich verbesserten Produkten. Sieben von zehn der Unternehmen haben in den Jahren 2010 bis 2012 mindestens eine Produkt- und/oder Prozessinnovation eingeführt.

Die Innovationsaufwendungen des Maschinenbaus lagen 2012 bei 13,3 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als  die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 5,8 Milliarden Euro im gleichen Jahr. Die Differenz ist ein Hinweis auf die starke Bedeutung der Aufwendungen in Entwicklung und Konstruktion, die notwendig sind, um ein neues Produkt des Maschinen- und Anlagenbaus zur Marktreife zu bringen.

Hochqualifiziertes Personal
Gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter sind in einem Industriezweig mit höchsten technischen  Ansprüchen das größte Kapital. Über 183.000 Ingenieure und Informatiker beschäftigt der deutsche Maschinen- und Anlagenbau und ist damit einer der wichtigsten Arbeitgeber für Ingenieure.
Der Bedarf wird weiter wachsen. Die Innovationsbranche Maschinenbau kann ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nur erhalten, wenn der Nachwuchs an exzellent ausgebildeten Ingenieuren auch in der Zukunft gesichert bleibt.
Aber auch die nicht-akademischen Beschäftigten haben in der Regel mindestens einen Facharbeiterabschluss. In puncto Qualifikation wie auch Flexibilität nehmen die Anforderungen an die Belegschaften seit Jahren zu.

 

Bildquelle : SMS

Krebs, Susanne
Krebs, Susanne
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