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Größte Industriebranche
Industrieller Mittelstand
Exportweltmeister
Innovationsbranche
Hochqualifiziertes Personal
Größte Industriebranche
Innerhalb der deutschen Industrie ist der Maschinen- und Anlagenbau nach wie vor die Vorzeigebranche. Im Jahr 2011 arbeiteten rund 931 Tausend Menschen in den über 6000 Maschinenbau-Unternehmen, so viel wie in keinem anderen Industriezweig.
Die häufig in Kleinserie oder als Einzelstück gefertigten Maschinen drücken den Pro-Kopf-Umsatz der Branche auf rund 215 Tausend Euro.
Die größten Industriezweige (2012) | Wirtschaftsgruppe | Unternehmen (2011) | Beschäftigte in Tsd. | Umsatz in Mrd. Euro |
| Maschinenbau | 6.227 | 971 | 207 |
| Elektrotechnik | 4.264 | 831 | 167 |
| Kraftwagen und -teile | 1.030 | 707 | 274 |
| Chemische Industrie | 1.172 | 287 | 113 |
Industrieller Mittelstand
Im Maschinenbau dominieren mittelständische Betriebs- und Entscheidungsstrukturen. 87 Prozent der Unternehmen beschäftigen weniger als 250, nur circa zwei Prozent mehr als 1000 Mitarbeiter. Zwei Drittel der Unternehmen haben sogar weniger als 100 Beschäftigte.
Viele der kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ihren Spezialgebieten weltweit führend.
Exportweltmeister
Exportorientierung bestimmt das Geschäft des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Gut drei Viertel der deutschen Maschinenproduktion geht ins Ausland. Der Maschinenhandelsüberschuss (Export minus Import) lag 2012 bei 93 Mrd. EUR.
Maschinenausfuhr der wichtigsten Lieferländer (2011) | | in Mrd. Euro | in Prozent |
| Deutschland | 142,2 | 16,5 |
| Japan | 101,7 | 11,8 |
| USA | 97,7 | 11,3 |
| China | 87,7 | 10,2 |
| Italien | 66,5 | 7,7 |
| Frankreich | 31,4 | 3,6 |
Ein Welthandelsanteil von 16,5 % macht die Branche zum führenden Anbieter von Maschinen weltweit, vor Japan und den USA. In 15 von 33 international vergleichbaren Fachzweigen ist der deutsche Maschinen- und Anlagenbau Weltmarktführer.
Innovationsbranche
Der Maschinenbau bringt neueste Technologien zur Anwendung. Durch seine innovativen Produkte und Dienstleistungen sichert er die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Im Jahr 2011 erwirtschaftete die Branche 28 Prozent ihrer Umsätze mit neuen oder deutlich verbesserten Produkten. Drei Viertel der Unternehmen haben in den Jahren 2009 bis 2011 mindestens eine Produkt- und/oder Prozessinnovation eingeführt.
Die Innovationsaufwendungen des Maschinenbaus lagen 2011 bei 12,7 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 5,5 Milliarden Euro im gleichen Jahr. Die Differenz ist ein Hinweis auf die starke Bedeutung der Aufwendungen in Entwicklung und Konstruktion, die notwendig sind, um ein neues Produkt des Maschinen- und Anlagenbaus zur Marktreife zu bringen.
Hochqualifiziertes Personal
Gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter sind in einem Industriezweig mit höchsten technischen Ansprüchen das größte Kapital. Über 167.000 Ingenieure und Informatiker beschäftigt der deutsche Maschinen- und Anlagenbau und ist damit einer der wichtigsten Arbeitgeber für Ingenieure.
Der Bedarf wird weiter wachsen. Die Innovationsbranche Maschinenbau kann ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nur erhalten, wenn der Nachwuchs an exzellent ausgebildeten Ingenieuren auch in der Zukunft gesichert bleibt.
Aber auch die nicht-akademischen Beschäftigten haben in der Regel mindestens einen Facharbeiterabschluss. In puncto Qualifikation wie auch Flexibilität nehmen die Anforderungen an die Belegschaften seit Jahren zu.