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Innovationsbranche Maschinenbau

22.01.2014 | id:648006

Der deutsche Maschinenbau ist eine hochinnovative Branche. Das überdurchschnittliche Engagement der Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs schlägt sich in der Forschungs- und Innovationsstatistik nieder.

Forschung und Entwicklung

Mit einem Anteil von knapp zehn Prozent der internen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gesamtwirtschaft zählt der Maschinenbau neben dem Fahrzeugbau, der Elektrotechnik und der pharmazeutischen/chemischen Industrie zu den forschungsstärksten Industriebranchen. Gut 41.000 und damit über elf Prozent aller mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben beschäftigten Arbeitnehmer in der Wirtschaft waren 2012 im Maschinenbau tätig. Die Zahl der FuE-Mitarbeiter in Maschinenbau-Unternehmen wurde im vergangenen Jahrzehnt kräftig aufgestockt. Allerdings blieb der massive Produktionseinbruch im Jahr 2009 nicht ohne Auswirkungen auf die Kapazitäten der Forschungsabteilungen.

Nach einem kräftigen Zuwachs um acht Prozent im Jahr 2011 stiegen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Maschinenbau-Unternehmen 2012 noch einmal deutlich um sechs Prozent. 2013 dürften sie den Planzahlen zufolge nur geringfügig gewachsen sein. (Siehe Grafiken „Forschung und Entwicklung“.)

Innovation

Kennzahlen zu Forschung und Entwicklung allein würden nur ein unzureichendes Bild der Innovationskraft des Maschinenbaus zeichnen. In kaum einem anderen Wirtschaftszweig kommt den Konstruktionsleistungen so große Bedeutung zu – die jedoch bei den FuE-Kennzahlen nur zum Teil erfasst werden. Alternativ lässt sich die Innovationskraft einer Branche über ihren Innovationsbeitrag messen. Mit Hilfe des Innovationsbegriffs werden zusätzlich jene Aktivitäten eines Unternehmens erfasst, welche notwendig sind, um eine Erfindung zur Marktreife zu bringen. Auch bei den Innovationen steht der Maschinenbau zusammen mit den oben genannten Branchen an der Spitze des Rankings innerhalb des Produzierenden Gewerbes. Sieben von zehn Unternehmen haben zwischen 2010 und 2012 mindestens ein Innovationsprojekt erfolgreich abgeschlossen. Regelmäßig erzielen die Maschinenbauer hohe Umsatzanteile mit neuen Produkten oder sogar Marktneuheiten, beides Kennzahlen für den Innovationserfolg aber auch ein Hinweis auf die kurzen Produktlebenszyklen in der Branche. Die Innovationsaufwendungen betrugen 2012 deutlich über 13 Milliarden Euro. Ausgaben in ähnlicher Höhe waren zum Befragungszeitpunkt im ersten Halbjahr 2013 für die Jahre 2013 und 2014 geplant. (Siehe Grafiken „Innovationskennzahlen“.)

Patentaktivitäten

Ein weiterer Indikator für den Innovationserfolg sind Patente. Bei der Anzahl der Maschinenbau-Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt führen die deutschen Erfinder die Rangliste an. In einigen Technologiefeldern sind sie sogar Patentweltmeister. Eine zunehmend wichtige Rolle für die Innovationsaktivitäten des Maschinenbaus spielen Umweltaspekte. Sie sind nicht nur Treiber vieler Innovationsvorhaben. Der Erfolg dieser Projekte schlägt sich unter anderem in entsprechenden Anmeldungen internationaler Patente nieder.

Die Daten zu Forschung und Entwicklung in der deutschen Wirtschaft werden regelmäßig durch die SV Wissenschaftsstatistik GmbH, eine Tochter des Stifterverbandes, erhoben. Die Daten zur Innovation entstammen der deutschen Innovationserhebung, welche das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) seit 1993 in Zusammenarbeit mit infas (Institut für angewandte Sozialwissenschaft) und dem Fraunhofer-Institut ISI im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchführt. Der VDMA unterstützt diese beiden Umfragen ausdrücklich und bittet um Beantwortung der zugesandten Fragebögen.

Bildquelle : Still

Krebs, Susanne
Krebs, Susanne
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