„Gutes kann immer noch besser werden“: Universität Stuttgart schließt Maschinenhaus-Transfer-Projekt mit VDMA ab

22.11.2014 | id:6153083

Es kann als Erfolg für beide Seiten gewertet werden: Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat das Maschinenhaus-Transfer-Projekt im Bachelor-Studiengang Maschinenbau der Universität Stuttgart abgeschlossen. „Maschinenhaus“ heißt die VDMA-Initiative zur Erhöhung des Studienerfolgs im Maschinenbau- und Elektrotechnikstudium, die zurzeit an mehreren deutschen Hochschulen läuft. „Die Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart war für unsere Maschinenhaus-Initiative in jeder Hinsicht eine Pionierleistung“, sagte Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA Baden-Württemberg. „Die Uni Stuttgart zählte Anfang 2013 zu den ersten Hochschulen, mit denen wir ein Transfer-Projekt gestartet haben. In Sachen Qualitätsmanagement war sie schon damals ein Vorreiter unter deutschen Hochschulen, und ihre Erfahrungen waren für die Ausgestaltung unserer Transfer-Projekte sehr wertvoll. Aber da ja bekanntlich Gutes immer noch besser werden kann, haben auch unsere Experten Anregungen für Verbesserungen geben können.“

Seit März 2013 hatten sich Vertreter des VDMA und von HIS-Hochschulentwicklung im Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Rahmen mehrerer Workshops mit Verantwortlichen, Lehrenden und Studierenden des Studiengangs getroffen. „Wir haben im Zuge der Status-quo-Analyse Faktoren identifiziert, die den Studienerfolg beeinträchtigen oder fördern, sowie über bestehende und neue Verfahren der Qualitätssicherung diskutiert“, erläuterte Thilo Weber, Referent im Bereich Bildung des VDMA. Mit dem Abschluss des Projekts gehört die Universität Stuttgart nun zum Kreis der Transfer-Hochschulen des Maschinenhaus-Projekts.

Mehr Unterstützung für Studienanfänger
„Die Gespräche mit den Experten haben uns in unserem Weg bestätigt, uns aber auch gezeigt, wo wir noch besser werden müssen“, sagte Prof. Dr.-Ing. Hansgeorg Binz, Studiendekan Maschinenbau und Leiter des Instituts für Konstruktionstechnik und Technisches Design an der Universität Stuttgart. „So werden wir zum Beispiel unsere vielfältigen Informationsangebote für Studieninteressierte weiterentwickeln.“ Denn davon profitieren beide: die Studieninteressierten, die besser einschätzen können, ob ihre Neigungen und Interessen zu den Studieninhalten und -anforderungen passen, und die Hochschule, die gut informierte und damit „passende“ Studienbewerber bekommt. Zudem sollen die Unterstützungsangebote rund um den Übergang von der Schule an die Universität ausgebaut werden.

„Wegweisend ist zudem, wie die beiden Maschinenbau-Fakultäten der Uni Stuttgart ihre Angelegenheiten im Rahmen der sogenannten Gemeinsamen Kommission Maschinenbau koordinieren“, lobte Weber. Im Rahmen der GKM stimmen die Fakultät 4 (Energie-, Verfahrens- und Biotechnik) und die Fakultät 7 (Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik) nicht nur organisatorische Fragen und die Gremienarbeit untereinander ab, sondern bieten mit dem Studienbüro Maschinenbau eine zentrale Anlaufstelle für die Beratung von Studierenden. Mit dem Modell der GKM gehörte die Universität Stuttgart im Jahr 2013 zu den sechs Finalisten des Wettbewerbs um den VDMA-Hochschulpreis „Bestes Maschinenhaus“. 

Weber, Thilo
Weber, Thilo
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