Gemeinsame Wissenschaftskonferenz beschließt Hochschulpakt III – VDMA: Mehr Anstrengungen im Kampf gegen Studienabbruch ermöglichen!

31.10.2014 | id:5900995

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 30. Oktober 2014 den Hochschulpakt III beschlossen. Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des VDMA und dort zuständig für die Themen Bildung und Forschung, erklärt dazu: „Die Fortführung des Hochschulpakts bis 2020 ist ein Zeichen hochschulpolitischer Vernunft in Bund und Ländern. Damit wird den Hochschulen Planungssicherheit gewährt und die Möglichkeit gegeben, auch in Zeiten hoher Studierendenzahlen eine qualitativ hochwertige Lehre anzubieten. Es gilt aber auch, nun explizit Maßnahmen gegen den hohen Studienabbruch einzuleiten“.

Im Hochschulpakt III stellt der Bund im Rahmen eines Festbetragsmodells pro zusätzlichen Studienplatz den Hochschulen 13.000 Euro zur Verfügung. Die Länder verpflichten sich zu einer Gegenfinanzierung in ähnlicher Höhe. Dazu merkt Rauen an: „Die zusätzlichen Gelder müssen aber auch in die Qualitätssicherung der Lehre und die Vermeidung von Studienabbrüchen fließen. Es ist daher dringend notwendig, dass der Hochschulpakt neben der quantitativen Dimension auch die im Vorfeld diskutierte qualitative Komponente erhält.“

Mit der Initiative „Maschinenhaus“ leistet auch der VDMA seinen Beitrag zu mehr Studienerfolg: Das „Maschinenhaus“ basiert auf fünf wissenschaftlichen Studien und unterstützt in mehreren Teilprojekten Fachbereiche und Fakultäten des Maschinenbaus und der Elektrotechnik. Dazu werden mit über 30 Hochschulen individuelle Beratungsprojekte durchgeführt, halbjährlich die Akteure gute Lehre zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen, in der VDMA-Toolbox erfolgsversprechende Good-Practice-Beispiele gesammelt sowie der mit 100.000 Euro dotierte Hochschulpreis „Bestes Maschinenhaus“ vergeben.

Rauen führt dazu aus: „Im Maschinenhaus helfen wir den Hochschulen bereits, ihre Lehre zu verbessern. Eine Zweckbindung der Mittel aus dem Hochschulpakt für Qualitätsmaßnahmen würde die Universitäten und Fachhochschulen nun auch finanziell in die Lage versetzen, mehr gegen einen Studienabbruch zu unternehmen. Der Hochschulpakt kann somit zu einem Instrument werden, welches hohe Studierendenzahlen mit einer qualitativ guten Lehre verbindet.“

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist ein Abstimmungsgremium für die Wissenschafts- und Forschungspolitik zwischen Bund und Ländern. Mit dem Hochschulpakt werden die Hochschulen seit 2007 mit einer zeitlich befristeten Sonderfinanzierung bei der Bewältigung von signifikant gestiegenen Studierendenzahlen unterstützt. Die am 30. Oktober getroffene Vereinbarung bedarf noch der Zustimmung durch die Bundeskanzlerin sowie den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder.

Bildquelle : Sergej Khackimullin--Fotolia

Weber, Thilo
Weber, Thilo
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