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Maschinenausfuhr im ersten Quartal 2014 leicht rückläufig

22.05.2014 | id:3982465

Im ersten Quartal 2014 exportierten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer Waren im Wert von 35,7 Milliarden Euro. Das sind 0,9 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „In einem insgesamt schwierigen Umfeld konnten die deutschen Maschinenbauer ihre Exporte annähernd auf dem Niveau des Vorjahres halten. Einbußen in den sogenannten BRIC-Staaten – hier insbesondere in Russland – konnten dank der guten Nachfrage aus den USA und den wieder wachsenden Ausfuhren in die EU-Partnerländer – mit 42 Prozent unser wichtigster Absatzmarkt – weitgehend kompensiert werden“, erklärte Dr. Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des VDMA.

Die Maschinenimporte betrugen im gleichen Beobachtungszeitraum 14,1 Milliarden Euro. Das sind 1,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Außenhandelsbilanzsaldo der Maschinenbauer betrug damit im ersten Halbjahr plus 21,6 Milliarden Euro.

Exporte nach Europa verfehlen knapp das Vorjahresziel

Die Exporte in die Hauptabsatzregion Europa verfehlten das Vorjahresniveau ganz knapp um 0,2 Prozent. Während die Lieferungen in die EU-28 um 2,4 Prozent stiegen, gingen die Maschinenlieferungen nach Russland um 17,2 Prozent und in die Türkei um 7,8 Prozent zurück. Die Ausfuhren nach Russland hatten somit schon vor Beginn der Krise in der Ukraine aufgrund der schwachen russischen Binnenkonjunktur an Dynamik eingebüßt.

Region Asien 2,3 Prozent unter Vorjahresniveau

Die Exporte in die VR China, dem mit einem Exportanteil von 11 Prozent wichtigsten Auslandsmarkt der deutschen Maschinenbauer, blieben mit minus 2,5 Prozent weiter im negativen Bereich. Die Maschinenausfuhr nach Indien schrumpfte um 11,7 Prozent. Auch die Lieferungen nach Südkorea und Taiwan gingen zurück. Die Maschinenlieferungen nach Japan stiegen dagegen um 3,2 Prozent. Erfreulich entwickelte sich die Region Südostasien, hier insbesondere Thailand (plus 29,4 Prozent) und Vietnam (plus 65,5 Prozent). In Asien in Summe blieben die Exporte um 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

USA weiter mit plus 6,6 Prozent auf Wachstumskurs

In den USA, dem zweitwichtigsten Absatzmarkt der deutschen Maschinenbauer, blieben die deutschen Exporteure auf dem Wachstumspfad. Die Lieferungen stiegen um 6,6 Prozent. Die Region Nord-Amerika in Summe kam aufgrund rückläufiger Exporte nach Kanada auf einen Zuwachs von 5,3 Prozent. Unbefriedigend war die Entwicklung in Mittel- und Südamerika. In Mittelamerika wurde die Messlatte des Vorjahres um 13,6 Prozent verfehlt. Südamerika verfehlte den Vorjahreswert um 7,8 Prozent, wobei die Lieferungen nach Brasilien (minus 20,7 Prozent) und Chile (minus 42,2 Prozent) kräftig schrumpften. Venezuela (plus 157,5 Prozent) und Peru (plus 80,5 Prozent) lieferten hier einen kleinen Ausgleich.

Exporte nach Afrika stiegen um 3,9 Prozent

In Afrika war das Liefervolumen deutscher Maschinenbauer mit 1.043 Millionen Euro 3,9 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Die Exporte in die  Region Nordafrika stiegen insgesamt um 5,9 Prozent.

Ausblick:  Russland/Ukraine-Krise verunsichert Investoren

Die Minusrate des ersten Quartals 2014 ist mit 0,9 Prozent enttäuschend, zumal das Jahr 2013 mit einer Beinahe-Stagnation (minus 0,3 Prozent) abgeschlossen worden war. In einem insgesamt schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld war die Investitionsgüternachfrage aber weiterhin schwach. Neue Unsicherheiten wie die Spannungen zwischen Russland und der westlichen Welt sind hinzugekommen und lassen Investoren eher abwartend agieren. Positiv überraschen könnte in den nächsten Monaten das Liefergeschäft mit den EU-Partnerländern.

Bildquelle : mowitsch--Fotolia

Uhlig, Anke
Uhlig, Anke
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