Eine Schlüsselbranche und ihre Besonderheiten

20.05.2015 | id:1847907

Deutsche Werkzeugmaschinen, überwiegend von klein- und mittelständischen Unternehmen gefertigt, liefern einen entscheidenden Beitrag zu dem guten Ruf, den "Made in Germany" genießt.

Der deutsche Werkzeugmaschinenbau gehört zu den fünf größten Einzelbranchen des Maschinen- und Anlagenbaus. Exportorientierung bestimmt das Geschäft. Es dominieren kleine und mittlere Unternehmen, die häufig auf ihren Spezialgebieten weltweit führend sind. Deutsche Produktionstechnologie ist international gefragt, denn sie verbindet immer wieder aufs Neue das technisch Machbare mit den individuellen Kundenwünschen. Das schafft keine andere Herstellernation weltweit in dieser Angebotsbreite.

Die Werkzeugmaschinenindustrie nimmt eine Schlüsselstellung für die industrielle Fertigung ein. Alle Produkte vom Weltraumteleskop über Flugzeuge und Automobile bis hin zum Handy, der Spielzeugeisenbahn und dem künstlichen Hüftgelenk werden mittelbar oder unmittelbar auf Werkzeugmaschinen gefertigt. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie gründet ihren Erfolg auf die Entwicklung und Produktion eines breiten Spektrums anspruchsvoller Fertigungstechnologie sowie das Angebot umfassender Dienstleistungen.

Die wichtigsten Kenndaten der Branche für 2014 in Kürze:

  • Die Produktion betrug 2014 knapp 14,5 Mrd. Euro.
  • 68 Prozent wurden exportiert.
  • Die Branche beschäftigte rund 71 600 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
  • Die regionalen Schwerpunkte liegen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern.
  • Die Branche ist mittelständisch geprägt; 53 Prozent der Betriebe haben weniger als 250 Beschäftigte.
  • Die Produktion setzt sich zusammen aus 55 Prozent spanender, 20 Prozent umformender Technologie und 25 Prozent Teile, Zubehöre und Dienstleistungen. 
  • Die größten Kunden sind die Automobilindustrie und ihre Zulieferer, der Maschinenbau sowie die metallbe- und verarbeitende Industrie.

International ist die Branche bestens aufgestellt:

  • Der deutsche Werkzeugmaschinenbau ist Exportweltmeister vor Japan und Italien.
  • Er ist derzeit drittgrößter Produzent weltweit mit einem Anteil von 18,0 Prozent hinter China und vor Japan. 
  • Deutschland ist der drittgrößte Markt für Werkzeugmaschinen und drittgrößter Importeur von Werkzeugmaschinen. Das heißt, Deutschland ist auch einer der interessantesten und potentesten Kunden.


Deutsche Werkzeugmaschinen leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, dass "Made in Germany" nach wie vor einen sehr guten Ruf in der Welt genießt.

 

Bildquelle : Schuler Pressen

Treyz, Ursula
Treyz, Ursula
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